Mittwoch, 8. Juni 2016

Es wird Zeit

eine Pause einzulegen.

Und deshalb gehe ich in Sommerpause.

Ich wünsche allen eine gute Zeit, Entspannung und die Erfüllung eurer Herzenswünsche!

Gehabt Euch wohl,

Eure 

Birgitta aka shefro

Sonntag, 1. Mai 2016

Bronchitis, Chemo und Serien




Die letzten drei Wochen, haben mich so ziemlich umgehauen. Eine miese Bronchitis hat sich eingenistet und bringtr mein Imunsystem komplett durcheinander. Fieber und akute Müdigkeit lassen mich im Bett bzw. auf der Couch bleiben. Chemo ist aufgeschoben. An stricken oder häkeln ist wegen der Gelenkschmerzen gar nicht zu denken. Hin und wieder ein paar Reihen an einem Granny Square sind machbar.


Was macht man dann, wenn man gerade mal nicht schläft? Man schaut sich Serien an.

Nachdem Game of Thrones in einem Rutsch (schon vorher) weg geguggt war, war es extrem schwer etwas adäquates zu finden.
Fündig geworden bin ich schließlich bei „The Nighmanager“. Eine Miniserie die im Agentengenre spielt. Danach zur Abwechslung, die vierte Staffel von „2Broke Girls“ und danach, die 5. Staffel von „Downton Abbey“. Der ein oder andere Film (z.B. „McBeth“, „Adams Äpfel“) noch dazu und ein paar Folgen „Bosch“.

Und dank all dieser herrlichen Medis, die weder von Arzt noch Apotheker verschrieben oder empfohlen wurden (und ein paar Antihier- und Antidatabletten) geht es mir jetzt wieder wesentlich besser.

Deshalb musste ich auch die letzten Tage zur absoluten Rekonvaleszenz an der Mosel verbringen. In der Hoffnung, dass dort die Sonne scheint. In der Eifel lag nämlich SCHNEE!!!




Das Wetter an der Mosel war auch nicht wirklich besser! Kalt, windig aber immerhin kein Schnee und hin und wieder ein paar Sonnenstrahlen.




Ich wünsche allen einen schönen Restsonntag und einen guten Start in die neue Woche!


Samstag, 16. April 2016

Fotografie

Das fotografieren zu meinen Hobbies gehört, habe ich ja schon das ein oder andere Mal erwähnt bzw. gezeigt.

Der Alpha-Hase hat mir im vergangenen Jahr eine Spiegelreflexcamera geschenkt. 

So bin ich in den Besitz der Canon 1200d gekommen.
Mit meiner Fuji FinePixS war ich auch schon zufrieden. Aber die Canon ist nun doch ein anderes Kaliber.

Sie kam mit einem EFS 18-55mm Objektiv in meine Welt, die Fuji hatte eine große Range mit 25-750mm und erlaubte mir auch große Makroaufnahmen. Um diese wieder schießen zu können, brauche ich allerdings ein anderes Objektiv. Und das suche ich gerade. 


Aber eigentlich wollte ich Euch erzählen, dass ich es endlich geschafft habe, dass im Januar gekaufte "Fotostudio", nun endlich auch mal aufzubauen.




Noch muss das  Bügelbrett als Tisch herhalten :-) und Bettlaken für den Hintergrund. Die mitgelieferten Hintergrundstoffe sind übel verknittert, die kann ich wohl leider nicht benutzen. Bügeln kann man die leider nicht.











Die ersten Bilder mit Beleuchtung.

Ob die Beleuchtung gut ist, dass weiß ich noch nicht. 

Ich meine, ich kenne meine Kamera ja noch nicht mal wirklich, da muss ich mich auch noch um Licht und Schatten und was weiß ich kümmern.
Nun ja, nicht umsonst ist eine Fotograf ein Ausbildungsberuf mit 3 Jahren!
Aber ich schlag mich durch!









Und wenn alles nicht klappt, dann hab ich ja auch noch diverse Software, die mir das Bild dann so hin biegt, wie ich es haben möchte.  Naja, es sei denn, ich versuche was mit Photo Shop zu machen (da kenn' ich mich ja wieder nicht mit aus!)

Fazit des Tages kann also nur sein:





Man wird alt wie 'ne Kuh und lernt immer noch dazu!


Na dann, Mahlzeit!

Sonntag, 10. April 2016

Sei gut zu Dir!

Sei gut zu dir...

.. hast du dir heute schon
einen Wunsch erfüllt?
Dir Blumen gepflückt oder
in der Sonne gesessen?

Sei heute einfach mal gut zu dir
Du hast es Dir wirklich verdient!




Schon ein paar Tage her, dass ich gebloggt habe. Aber wer regelmäßig liest, ist im Bilde und weiß, dass es mir dann wahrscheinlich nicht soo prickelnd geht.
UND, der geneigte Leser/in weiß nun auch, da er/sie diese Zeile liest, dass es mir wohl wieder besser geht!
Ganz einfach oder?

Nun habe ich seit dem letzten Post 4 Chemos hinter mir. Seit der 3., sprich letzte Woche, bin ich Tumorschmerzfrei! Yeaahhhh! Die Nebenwirkungen halten sich in Grenzen und ich komme ganz gut klar damit.




Aber in der Zwischenzeit ist noch mehr passiert als nur „Chemo“:
zum Beispiel gab es wieder das beliebte „Rudelwochenende“ mit meiner Strickgruppe.

Ein Wochenende in Baasem in der Eifel.
Das Haus „St. Ludger“ hat uns wieder gut beherbergt und mit leckerem Essen und Kuchen verwöhnt. Vom Frühstück bis zum Abendessen brauchte keine von uns einen Finger zu rühren , wenn nicht Wolle darin „verwickelt“ war.
Dieses mal konnte wer wollte, lernen wie man DoubleFace strickt und wie man eine Handspindel bedient. Wir haben uns geholfen bei Fragen des Handschuh strickens, haben MaMas (Maschenmarkierer) gebastelt und uns gut unterhalten. Es war rund um gelungen.

Vor allem die Abschlussrunde hatte es hinter sich! Wir haben uns geschibbelt vor Lachen!
Wartet ab... da kommt noch was nach!“
Das Treffen für das nächste Jahr wurde direkt terminlich besprochen und ist nun auch gebucht. Nächstes Jahr genehmigen wir uns sogar einen Tag mehr! Von Fronleichnam bis zum darauf folgenden Sonntag!

Solche Aktivitäten geben mir ungemein Kraft!
Ich hatte aber auch jederzeit die Möglichkeit mich zurück zu ziehen und mal auszuklinken um wieder Energie zu tanken. Das habe ich auch getan und so wurde dieses Wochenende eine Kraftquelle für mich. Ich danke allen die dabei waren, dass sie mir das ermöglicht haben.
Vielen lieben Dank!










Über Ostern ging es mir nicht gut und so habe ich darüber nix zu berichten.





Für die Woche danach hatte ich bereits beschlossen, dass es mir gut geht, denn ich wollte mit meiner Freundin Andy nach Cuxhaven.
Bis dienstags habe ich wirklich noch gezittert ob das wirklich geht. Aber es ging!!! Und das sehr gut!
Also sind wir donnerstags mit dem Zug los gefahren und waren nachmittags am Ziel.
Freitags ging's zum Strand. Es war tolles Wetter! Sonnenschein die ganzen Tage über und gute 16°C! Herrlich, für mich genau die richtigen Temperaturen.
Samstag sind wir nach Helgoland gefahren, sonntags wurde die Grillsaison eröffnet und montags wieder zurück.
Es war wunder-, wunderschön! Vielen Dank an Andy, Alpha- und Beta Hase und besonders an
B. und U. für ihre Gastfreundschaft und die gute Zeit, die wir in ihrem Haus verleben durften!









Während der Woche sind dann halt immer Chemo und Arzt- und Physiotermine. 
Aber am Wochenende kann ich es mir dann wieder gut gehen lassen.



So wie gestern!

Zuerst haben wir uns bei „Diese-Wolle“ in Stolberg getroffen, dann sind wir Pizza essen gewesen und dann gings ins „Zuhause“ zum Stricktreff!

Mädels, ihr seid so großartig!
Ihr wisst gar nicht, welche Kraftquelle ihr für mich seid!
Und ich kann gar nicht genug „Danke“ sagen.



Und mit der "Kartenaktion", habt ihr echt den Vogel abgeschossen.

Zuerst wunderte ich mich, dass eine Karte von R. kam, dann eine von S, von H, etc.
Aber so trudelten fast täglich liebe, schöne Karten ein, die mich daran erinnern wie viel Glück ich doch auch in einer schweren Zeit habe.
Ihr seid so toll und ich muss mir die Tränchen wegwischen!













Eure Worte berühren mich sehr. 
Vielen, vielen Dank dafür!!!!




Montag, 14. März 2016

Guten Morgen Welt!

Morgens halb sechs in Deutschland, nein, nicht in ganz Deutschland.
Eine winzige Enklave in der kalten Eifel sträubt sich immer und immer wieder, um diese Zeit wach zu sein!

Nun gut, meine Wohnung ist vielleicht keine Enklave – aber es fühlt sich so an. Immerhin!
Aber, dass ich mich weigere um diese Zeit wach zu sein, dass stimmt.

Naja, fast. Eigentlich nicht wirklich, denn schön finde ich die Morgenstunden schon.
Es ist ruhig, still und leise, nur die Vögel zwitschern. Das ist schön! Das ist gefällt mir.
Aber nun bin ich ja eh schon die ganze vergangene Woche so früh aufgestanden (vielen Dank liebes Krankenhausteam! ;-) ), quasi als Vorbereitung für heute.

Ach ja... ich war mal wieder im KH meines Vertrauens.

Am 7. Januar 2016 war mein letzter Post. In der Zwischenzeit ist gesundheitlich wirklich viel passiert.
Kurzfassung:
Im Januar zwingt mich eine Stirnhöhlenentzündung zu Antibiotikum und aussetzen der Chemotabletten.
Anfang Februar schwillt mir der Kamm (Hals) zu. Die Tumore am Schlüsselbein wachsen zusehends. Das Lymphsystem macht dicht.
Ab ins CT. Ergebnis: verheerend! Die Therapie der ich seit November 2015 nachkomme hat nicht angeschlagen :-(
So hatten die verflixten Krebszellen Zeit, sich fleißig zu vermehren, was sie auch getan haben.
Ein Wort im Befund des Radiologen sagt mir alles, was ich wissen muss: „... unzählig...“

Das war ein echt heftiger Schock. Obwohl ich es gefühlt hatte
(auf mein Körpergefühl kann ich mich wirklich immer wieder verlassen).
Nun haben wir den Salat. Was tun? Das fragte sich wohl auch die Tumorkonferenz und schickt mich zu einer Koryphäe nach Bonn.
Den Termin bekam ich GsD (hier stellvertretend: big hug to Bienchen) super schnell!

Also fuhren wir dorthin. Und siehe da: ein Zauberer!

Nach dem sich Dr. K. eine Stunde lang Zeit genommen hatte, ging es meinem Ehemann und mir wesentlich besser!
Es hieß nämlich nicht, „austherapiert“, „keine Ideen...“ sondern das komplette Gegenteil!

Auf einmal sitzt da dieser super schnell redende Wissenschaftler vor mir, der vor Ideen sprudelt und sie mir auch noch (einigermaßen) verständlich erklären kann.

Ein Mensch, der uns Mut und Hoffnung gibt!

Yeaahhh.. der Zug ist noch nicht ganz abgefahren, ich muss nicht aufgeben.

Gut, 6 heftige Chemos im Abstand von einer Woche sind nun nicht gerade der Knaller aber ich fühl mich nicht schlecht mit der Vorstellung. Wirklich, ich fühl' mich gestärkt und unterstützt.
Ich glaube, „dass ist die halbe Miete.“
Termin abgeklärt, am 14.3., also heute, geht’s los!

Das war am 3.3., am 4.3. hatte ich einen Termin bei der „Human Genetik“.
Fakt ist ja, dass ich aufgrund meiner Adoption keine Familienanamnese beisteuern kann.
Also schauen wir nach, ob sich verkrüppelte Genpaare in mir befinden, die für den Brustkrebs zuständig sein könnten. Das ist nur eine Blutabnahme und in der Regel 6 Monate warten.
Nun habe ich „das Glück“, dass das Ergebnis meine Chemo beeinträchtigen könnte, deshalb wird es etwas schneller gehen. Abwarten.

So ganz nebenbei hat sich die linke Brust entzündet.
Ganz böse, denn die Knoten auf der linken Seite sind ja neu. Die Angst, dass die Brust schon befallen ist, ist selbstverständlich groß. Also ab ins Krankenhaus.

Ich bin so so froh über das tolle Team, dass „mir“ dort zur Verfügung steht! Wirklich!
Das Brustzentrum Aachen – Kreis Heinsberg, mit Sitz im Marienhospital in Aachen, begleitet mich nun seit mehr als 6 Jahren und ich glaube, ich kann das durchaus mittlerweile beurteilen:
sie sind echt die Besten!

In dieser einen Woche wurden etliche Untersuchungen gemacht. Die wichtigste war die Punchbiopsie. Der Befund besagt, dass KEINE Carzenomzellen in der Brust vorhanden sind!
Ich mach drei Kreuze und vier „Ave Maria“!

Gestern durfte ich dann nach Hause.

So, und nun sitze ich hier, schreibe meine Zeilen und trinke dabei meinen Kaffee.
Um 10 Uhr muss ich in Bonn sein. Dann werd' ich verseucht.

Wird schon werden! (ich darf das sagen – ihr nicht!)

So, dass ist nun aus meinem Vorhaben, mehr über Wolle und Gestrick, Gehäkel zu schreiben geworden.
Ein Medizinbericht.


Also erzähle ich noch schnell, dass ich auch gehandarbeitet habe. Zum Beispiel an diesem Tuch


Eine eigenkostruktion über die ich, wenn ich mal Muße hab, näher berichte.

Und damit ich zwischendurch ein Erfolgserlebnis habe, habe ich noch eine Monsterhose gehäkelt.


Baby und Mutter wissen noch nix von ihrem Glück, diese süße Hose (das Gesicht sitzt hinten auf der Windel auf), zu bekommen.

Und jetzt heißt es: Augen zu und durch!

Und von Dir erwarte ich, dass Du mir die Daumen drückst!

(ich weiß, dass ihr das tut) 

Donnerstag, 7. Januar 2016

Neues Jahr, neue Projekte, neue Ideen


Zum einen habe ich mir vorgenommen, mehr übers Handarbeiten zu bloggen.
Ich hör' euch schon sagen "... wurde ja langsam auch mal Zeit..."

Aber in der Tat, habe ich über meine eigenen Projekte bisher wenig geschrieben. 
Das möchte ich ändern.
Auch Instagramm kann ich damit dann besser "bedienen" 

In der Regel lege ich bei Ravelry Projekte an.
Diese brauchen dann einen Namen. Und weil ich nicht immer die Namen der Designer übernehmen möchte, oder gar manchmal selbst designe, werden meine Vorhaben in diesem Jahr nach Filmtiteln benannt.

Der Inhalt der Filme hat nichts  mit mit meinem Projekt zu tun und stehen -außer im Titel- in keinem Zusammenhang!
Aber, so habe ich ein ganzes Jahr lang das Vergnügen, mir unbekannte Filme kennen zu lernen. Das wird mit Sicherheit spannend.


Projekt Nummer 1 habe ich seit Ende Dezember an der Nadel hängen.

Es ist ein CAL (crochet along) den ich zufällig auf der Seite Schönstricken entdeckt habe. 


Bild von schönerstricken.de

In diese schöne Weste war ich sofort verliebt.

Die Anleitung ist bebildert, teilweise sogar mit Videos, sehr anschaulich, verständlich beschrieben und auch mit Häkelschrift (was mir persönlich am liebsten ist)

Es macht super viel Spaß und ich liege wirklich bisher bei den Wochenabschnitten sehr gut in der Zeit. So gut, dass ich echt darauf warte, dass endlich Freitag wird :-)

Ich habe mich dafür entschieden, die Weste in einer Baumwolle von Lana Grossa zu stricken. "Nico" hat eine gute Lauflänge und ich hatte noch genügend in meinem stash davon (was der hauptsächliche Grund für die Wahl war). Die Farbe ist ein helles Grau. Da ich meistens schwarze Oberteile tragen, wird die Kombination bestimmt gut aussehen.

Hier findet ihr Teil 1 und  Teil 2 der Weste.

Nach Reihe 20 sieht mein Teil so aus:



  



Projektname/Film: Der Kreis
Das Netzwerk rund um die Schwulenzeitschrift "Der Kreis" überlebt den Zweiten Weltkrieg und blüht in der Nachkriegszeit auf.

Regie: Stefan Haupt









Projekt  Nr. 2 : Der kleine Zappelphillip


Passend zu diesem Titel häkel ich eine Decke. Sie wird ein Geschenk und ich möchte noch nicht verraten für wen. So viel kann ich sagen, hätte der zappelige Phillip so eine bunte Kuscheldecke, könnte er auch mal ausruhen und sich einkuscheln.

Die Decke entspringt meiner Phantasie, sie wird rund und bunt.
Ich entscheide Reihe für Reihe welche Farbe ich nehme und welches Muster.

Aus meinem stash habe ich die Wolle von Schachenmayr gewählt.
Es ist ein Polygarn in tollen kräftigen Farben.













Projektname/Film"Der kleine Zappelphillip"
Ein Kinderfilm aus den Niederlanden (der im Originalton besser sein soll) 
Wissenswertes über den Film findet man bei Amazon



So, ich hoffe, ihr fühltet euch gut unterhalten und habt, so wie ich, Spaß daran neues zu entdecken und zu erfahren. 

Man lernt nie aus

(ist auch ein Film *lach*)

Donnerstag, 31. Dezember 2015

Auf, auf ins neue Jahr!

Viele meiner Blogkollegen und -kolleginnen schreiben ihre Jahresrückblicke.

So schreibt Rebekka zum Beispiel über ihr Quilt-Jahr , Ursula Maria schreibt auch wie es ihr, im noch andauernden, Jahr ergangen ist.

Aber ich habe keine Lust einen Jahresrückblick zu schreiben. Und deshalb wird das jetzt hier jetzt mal 'ne ganz kurze Nummer. 

Ein neues, unbeflecktes Jahr liegt vor mir, vor uns, und darauf freue ich mich einfach! 

Motto des Jahres 2016: jeden Tag und das Leben genießen!

Meine Mandras für die nächsten 366 Tage stehen bereits fest ....

gestern auf nen Umschlag gekrizzelt, heute schon im Internetz... na wenn das mal keine Karriere ist :-)




Aber ein paar Worte muss ich doch noch an meinen Herrn Gemahl richten.





Freitag, 4. Dezember 2015

Es adventelt sehr...




... überall auf den Tannenspitzen, 

                                                  sah ich goldene Lichtlein blitzen...




*sing my song*

Aber wer ist nicht davon betroffen, jetzt in der Adventszeit?
Man wünscht sich einen schönen Advent, einen ruhigen Advent, besinnlich soll er auch sein und nicht zu vergessen, man schenkt sich einen


Adventskalender!

Ab einem bestimmten Alter ist das nicht mehr so Gang und Gäbe aber irgendwann holt einen das wieder ein. Man vermisst das Gefühl, sich täglich über diese Kleinigkeiten freuen zu dürfen/können. 

So kam es bei mir dazu, dass ich mir nun schon im zweiten Jahr die Einzelteile für meinen Adventskalender in der Ravelrygruppe "Wünsch-dir-was" wünschte.

Meinen Wunsch stellte ich bereits im November aber das war wohl noch zu früh, deshalb wiederholte ich ihn noch mal. Und heute kamen soooo viele Päckchen bei mir an! 

Aber ich sortiere mal meine Gedanken .... Mohomentchen..... 



Vorgestern war ein richtiger Scheißtag!
Ich hatte "et ärm Dier" ! Neben all den doofen Schmerzen und der ständigen Heulerei (wie ich das hasse!) entwickelte ich nun schon seit ein paar Tagen, eine starke Abneigung gegen die Einnahme der Tablettenchemo an sich. Das tut meinem objektiven Wohlbefinden nicht gut! Das ist mir bewusst. Deshalb hatte ich mir das als Thema meiner "begleitenden Psychotherapie" vorgenommen. Meine Therapie findet immer donnerstags um 14 Uhr statt. Wie das nun mal so ist, dauert sie 50 Minuten und man muss pünktlich sein. Jedes zu spät kommen wird auf meine Therapiezeit angerechnet.

Gestern morgen war ich, wie meistens, um 10 Uhr wach, frühstückte, nahm angewidert die Pillen und machte mich (warum auch immer) zu spät auf den Weg. Mit 10 Minuten Verspätung kam ich an, fand einen Parkplatz. 
Beim einparken traf mein Blick die Oma auf dem Gehweg, die so schwerfällig ging. Dann sah sie mich an, und wir lächelten. 
Als ich den Parkschein zog, war sie auch dort angekommen und fing gleich an zu reden... sie wäre grad da bei der Sparkasse  gewesen und hätte ihr Essen bezahlt und jetzt müsse sie zum Hospital, um 15 Uhr sei ihr Termin... die hätten ihr schon ein Taxi bestellen wollen aber sie wolle es selber probieren... 
Da ich gerade letzte Woche diese Strecke zu Fuß zurück gelegt hatte, wusste ich, wie weit sich das streckt.

Also... Oma ins Auto... zum Marienhospital gefahren... 1/3 Lebensgeschichte (sie wird nächste Woche 90) erzählt bekommen und 1000 "Danke schöns" erhalten. 
Sie wollte sich materiell bedanken... aber dann hätte sie auch mit'm Taxi fahren können. Nix da... ich umgedreht, zurück zur Parkstraße, Ticket hatte ich ja schon.

Beim Aussteigen, liegen mir 20 Cent zu Füßen! Fein! Ich freu mich!

Und überhaupt freu ich mich, weil mir die Aktion mit der Oma gut getan hat!

Meine Therapeutin ruft schon an, ich sage, dass ich gleich da bin.
Insgesamt habe ich 30 Min. Verspätung. Mist!
Ich erzähle ihr die Oma-Geschichte. Sie würde die 30 Minuten dranhängen, aber sie hat leider keine Zeit. Egal! Ich würde es wieder so machen!

Wir sprechen kurz über das "mitgebrachte" Thema:

Wie gelingt es mir, diese Aversion gegen die Tabletteneinnahme umzukehren?

Sich die Dinger schön zu denken ist schwierig. 

Und nun zurück zum Adventskalender:




Heute wache ich auf, habe Schmerzen und mein erster Gedanke ist:
"Gleich muss ich wieder diese Scheiße nehmen!"

Aber dann komm'  ich die Treppe runter und mein Blick fällt auf diesen 



wundervollen Turm von Päckchen!

Und der Inhalt ist phantastisch! 



Ich weiß zwar noch nicht was wirklich alles darin sein wird, denn es gehört ja in meinen Adventskalender! Aber mir kullern die Tränen. Ich bin so geflasht von den schönen Geschenken!








Und als ich meine Tabletten nehme fällt mir ein, wie ich die Aversion gegen die Dinger ändern kann:

Jedesmal wenn ich denke, "Nein! Ich will das nicht!", ändere ich diesen Gedanken in:

"Vielen Dank an alle die jetzt an mich denken und mir Kraft und Energie schicken!"







Und das ist das wundervollste Adventsgeschenk, 
dass IHR ALLE mich macht! 
Vielen, vielen Dank für all Eure mentale Hilfe!